Montag, 28. März 2016

Samstag, 19. März


Am nächsten Morgen nehmen wir den Shuttle-Bus schon um 8 Uhr, Frühstück wieder in dem kleinen Coffeeshop, dann geht es mit der Subway zum Times Square. Zwischen dem Broadway und er Seventh Avenue brennt die Luft, eine Menschenmenge wogt hier zwischen den Geschäften, den Theatern, Restaurants und Fast-Food-Ketten. Es ist schon sehr eindrucksvoll. Mitte der 70er gab es hier Prostituierte, Drogendealer, Verbrecher und machten ihre Geschäfte.




Der Times Square galt als eines der gefährlichsten Viertel. Auch heute hält man besser seine Tasche fest, aber so gefährlich wie früher einmal ist es längst nicht mehr. Berühmt sind auch die Silvesterfeiern, die hier stattfinden, es treffen sich ca. 1 Million Menschen und feiern das neue Jahr. Keine Ahnung, ob ich das als Spaß empfinden würde.


Wir haben schon von zu Hause aus einen New York Explorer Pass gekauft und nehmen nun den Hopp-On-Hopp-Off-Bus in Anspruch. Es ist mächtig kalt oben im Bus und wir sind froh, dass wir am Washington Square mitten im Greenwich Village wieder aussteigen können. Hier war einst die Heimat von Künstlern wie Edgar Allan Poe bis zu Dylan Thomas, Jimi Hendrix und Bob Dylan. Hier wird es besonders deutlich, dass wir eigentlich einen Monat zu früh hier sind, im April oder Mai ist die Atmosphäre deutlich schöner, die Menschen halten sich in den Parks auf, sitzen draußen, es ist einfach bunter und schöner. What else? Washington Square ist auch so ein Erlebnis, heute zum Beispiel sitzt hier ein junger Mann mit seinem Klavier.


Ja, ganz recht: er hat sein Klavier auf den Platz geschoben und unterhält uns mit seinem Spiel. Travestie-Show gibt es unentgeltlich dazu, dann noch Fotoshootings, insgesamt also doch interessant und auf jeder Bank sitzen Menschen. Die kleine Seitenstraße, die mich immer so begeistert hat, sieht ohne die Blumenampeln und die hübsch bepflanzten Vorgärten auch nicht so schön aus, aber man kann sich schon vorstellen, dass man hier ruhig und gepflegt wohnen kann.

Weiter spazieren wir durch Greenwich Village, inzwischen haben wir ein wenig Hunger und so betreten wir ein kleines feines Restaurant, das Raouls. Hier gibt es lt. Kellner den „besten Burger Amerikas“. Auf der Karte sehen wir, dass es wahrscheinlich der teuerste Burger ist, aber ist er auch der Beste? Ja, indeed, er ist wirklich total lecker und wir genießen unsere Mahlzeit.



Auf unserem weiteren Weg sehen wir einige Secound-Hand-Designershops. Leider so teuer, dass wir uns das Täschchen für 900 Dollar verkneifen und statt dessen langsam weiter durch das Viertel gehen. Eine Gruppe schwarzer Musiker geben ein Ständchen für die Passanten, Acapella und wirklich toll. Schönes Soul-Feeling.


Weiter geht’s den Broadway runter bis zum One World Trade Tower, ursprünglich Freedom-Tower genannt. Er ist das höchste Gebäude in New York. Mit den reflektierenden Fenstern ist er wirklich eindrucksvoll und auch die Wasserbecken, die in der Größe der ursprünglich hier gebauten Twintowers hier stehen sind beeindruckend. Der Name Freedom-Tower würde nach Meinung der Regierung zu sehr an das schreckliche Ereignis vom 11. September erinnern und so ist der Name One World Trade Tower inzwischen etabliert.




Die neue Subway-Station an dieser Stelle ist gerade eröffnet worden. Das Gebäude ist entgegen der Planung teurer geworden als der Turm, nämlich mehr als 4 Milliarden Dollar. Der spanische Designer Calatrava hat hier eine große Idee umgesetzt, ohne Rücksicht auf das Geld.


Es ist allerdings wirklich eindrucksvoll, wir sehen nur Marmor in grau-weiß und eine tolle Halle ohne Säulen, also freitragend, wirklich sehr beeindruckend.






Wir erwischen einen Bus, auch eine schöne Möglichkeit, durch Manhattan zu fahren, man sieht einfach mehr. Wir landen am Time-Square in der Dunkelheit und es ist wirklich sehr beeindruckend.
Dann geht es per Subway zurück zur Lexington, Shuttle zum Hotel, ein Sandwich, Bier und Wein auf dem Hotelzimmer, schlafen.

Das Beste des heutigen Tages für mich: schwer zu sagen, es war einfach sehr viel, was wir gesehen haben. Aber letztlich ist für mich doch der Washington-Square das Schönste.

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